Mai 2020

Nach langem Warten, durften wir am 4. Mai wieder mit der Spielgruppe beginnen. Das Wetter war ein Traum und die Kinder freuten sich riesig, wieder auf den Bauernhof zu kommen. Der Corona ist noch ein intensives Thema und auch wir haben unsere Auflagen bekommen. Ab nun heisst es Hände waschen, so oft es geht. Wir waren erstaunt, wie kommentarlos die Kinder mitmachten. Lukas war gerade an der Arbeit und mähte das Gras ums Haus. Die Kinder schauten gespannt zu und wollten gleich mithelfen. Während dieser Lockdownzeit wurde einem wieder vermehrt bewusst, was eine Mama für die ganze Familie macht. Ein Geschenk auf den Muttertag, haben die Mamis mehr als verdient. Wir malten Väsli an und steckten eine schöne Kernser- Rose in das Väseli. Ihr hättet die strahlenden Augen der Mamis sehen sollen, als die Kinder ihnen dieses Geschenk übergaben. In der darauffolgender Woche war das Wetter nicht so toll und wir durften unser eigenes Corona-Gärtli kreieren. Wir malten Palettenrahmen an, bei dem die Kinder ihre Künste voll ausleben durften. Noch in der selben Woche bepflanzten wir unser Gärtli (wir holen die verpassten Corona Tage nach)  mit leckeren Gemüsen wie Tomaten, Gurken, Randen, Kohlrabi, Sellerie, Peperonie, Artishoke & vielen leckeren Kräutern. Nach diesem Projekt hat uns das Thema Selbstversorgung nun voll gepackt. Bei prächtigem Wetter machten wir einen kurzen Spaziergang zu einem etwas abgelegenem Holunderbaum. Wir sammelten viele Blüten und alle durften beim waschen der Blüten mithelfen. Die Blüten mussten einige Stunden an der Sonne ziehen, somit durfte Lydia die Holunderblüten dann selbst fertig verarbeiten. Für die Degustation die wir eine Woche später machten, waren wieder alle voll dabei. Ein perfekter Durstlöscher für so warme Tage. Natürlich genossen wir das spielen sehr und auch unsere Hündin Amy freute sich riesig, dass die Kinder wieder da sind und sie verwöhnen.  

 

April 2020

Auf dem Hof ist es plötzlich ruhig, keine Kinder die herumtoben, spielen & lachen. Seit dem 16. März steht die Schweiz still, für uns eine sehr spezielle Situation. Ich habe das Gefühl, die Welt um mich scheint einzubrechen. Corona zwingt uns zu Hause zu bleiben, für alle nicht einfach, viele wären dankbar, sie könnten ihr Kinder zu uns schicken, um sich den älteren Kindern zu widmen, die nun ihren Schulstoff zu Hause erlernen müssen. Bei uns auf dem Betrieb läuft fast alles so weiter, als ob nichts wäre. Das Wetter ist ein Traum und an Arbeit fehlt es nicht. Was einem nun etwas an Energie kostet, ist die Ungewissheit wann und wie es weitergeht. Auch für  Janine und mich keine einfach Aufgabe. Kurz vor dem Lockdown haben wir zum Glück mit unseren Osternestern begonnen. Aus alten Schallplatten haben wir Nästchen geformt, bemalt und beklebt. Uns war es ein grosses Anliegen, trotz den Umständen den Kindern eine schöne Ostern zu ermöglichen. Also machten wir uns etwas kreativ und gingen auf den Weg. Bei prächtigem Wetter machten wir eine Tour quer durch Obwalden. Durch hohe Berg- und Talfahrten überraschten wir die Kinder und sahen, wie schön sie wohnen. Unsere Besuche kamen bei allen gut an und zauberten auch den Passanten ein Lächeln auf das Gesicht. Nun halten wir uns an die schönen Gedanken fest und hoffen, dass alle gesund bleiben. Wann und wie es weitergehen wird, steht noch in den Sternen. Sehen wir das Ganze aber positiv, nun haben wir viel gewonnene Zeit für uns selbst, die Kinder und die Familie, sowas werden wir nie mehr erhalten. Nutzen wir die Chance und geniessen die Ruhe und die stressfreie Zeit. Bleybid gsund

Februar & März 2020

Mit unseren selbstgebastelten Indianerkleidern, Instrumenten und einer Modenschau sind wir in unsere wohlverdienten Fasnachtsferien gestartet. Zurück aus den Ferien ist schon wieder einiges los auf dem Hof. Auf dem Feld sammelt sich viel Wasser an, eine Drainage zieht nicht mehr richtig. Somit mussten Lukas & Glais dem auf den Grund gehen. Sie legten mit dem Bagger die Leitung frei und setzten neue Leitungen in den Boden. Klar das wir da kurz vor Ort mussten, um zu schauen was da läuft. Gespannt schauten und hörten wir zu, was Lukas zu erzählen hatte. Natürlich genossen wir auch das frei Spielen und das kreative Malen auf den Siloballen. Tolle Kunstwerke sind da entstanden. Auch im Stall wurde wacker angepackt, der Jungbauer zeigte das mit vollem stolz. 

 

Januar 2020

Unsere Bauernhofspielgruppe darf im Sommer auf stolze 10 Jahre zurückblicken. Viele tolle und sehr schöne Momente durften wir in all den Jahren erleben. So was muss gefeiert werden, was wir bereits auch schon machen. Das Jubiläumsjahr soll was besonderes werden und wir möchten das Fest mit unseren Kindern feiern. Zur Zeit steht ein grosses Tipizelt auf dem Hof. Das Thema Indianer hat uns voll erwischt. Wir haben Kopfschmuck und Instrumente gebastelt. Unser Tipizelt ist der Hit und ist weit über die Gemeinde aus zu sehen,  so dass uns Indianer Paco (Ruedi Omlin) auf dem Hof besuchte. Die Kindern waren von Paco begeistert. Er war so gross, seine Kleidung und der Kopfschmuck waren Atemberaubend. Paco erzählte uns wie Indianer gelebt haben, von der Jagd zu den Waffen, der Selbstversorung, der Bedeutung vom Kopfschmuck, ihre Lebensart, die Kriegsbemalung und die Symbolik eines Traumfängers. Natürlich hatten die Kinder selbst noch viele Fragen an Paco die er alle beantwortete. Paco fühlte sich sehr wohl bei uns, und die Kinder scheuten sich nicht vor ihm. Alle wollten eine Kriegsbemalung, wie Paco war, packte er mit an und malte die Kinder an. Im Zelt machten wir ein Feuer und Paco nahm seine Trommel und begann zu spielen und singen. Die Kinder griffen zu ihren Instrumenten und halfen Paco mit. Gemeinsam kreisten wir um das Feuer, es war so schön und die bösen Geister sind nun sicher alle vertrieben. Die Zeit verlief wie im Fluge und Paco machte sich wieder auf den Heimweg. Als kleine Erinnerung an den sehr schönen Nachmittag, überreichte er jedem Kind einen kleinen Traumfänger. Paco vielen vielen Dank, dass du zu uns auf den Hof gekommen bist. Diesen Nachmittag werden wir nie vergessen. 

 

Dezember 2019

Gemeinsam wagten wir uns an ein Projekt, dass wir bis anhin noch nie gemacht haben. Die vielen bunten Kerzen die wir mal geschenkt bekommen haben, sind zu flüssigem Wachs verarbeitet und neu eingefärbt worden. Mit so kleinen Kindern geht ein Kerzengiessen einiges besser als Kerzenziehen. Mit kleinen Porzelankännchen und alten Trinkgläser, machten wir die bunten Kerzen. Unsere Kinder fanden das sehr spannend und waren etwas ungeduldig, bis wir die weiteren Farben aufgiessen konnten. Damit die Dekoration rund um die Kerze perfekt war, durfte jedes Kind ihre eigene Weihnachtsbox gestallten. Viele glitzerne und tolle Materialien standen bereit und es fehlte an nichts, um aus dem Vollen zu schöpfen. Wir sind uns sicher, dass mit dieser Box ein perfekter Hingucker in der Wohnung gesichert ist. In diesem Sinn allen eine schöne Weihnacht und für das neue Jahr alles Liebe und Gute.